Man merkt oft erst im Rückblick, was wirklich auslaugt: nicht nur die Arbeit, sondern das Gefühl, auch nach Feierabend noch „auf Abruf“ zu sein, weil ständig Anrufe reinkommen und es irgendwo brennt. Da wird der Ton rauer, obwohl man einfach nur seinen Job gut machen will.
Der Weg aus dem Dauerstress
Für Frau Schömig war irgendwann klar: Es braucht Veränderung: mehr Struktur, Verlässlichkeit und ein Umfeld, in dem sie nicht dauerhaft über die eigenen Grenzen gehen muss, nur weil es „halt so ist“ und es alle so machen. Ihr Lebenslauf ist keine gerade Linie, sondern geprägt von unterschiedlichen Stationen: Handel, Praxis, Organisation, Disposition – viel Kundenkontakt, viel Tagesgeschäft, viele Situationen, in denen es auf schnelles, pragmatisches Handeln ankommt.
Was sie dabei gelernt hat: Stress kann man eine Zeit lang kompensieren, Dauerstress nicht. Spätestens wenn Arbeit regelmäßig in den Feierabend hineinragt, wird aus Engagement Daueranspannung. Der Wechsel zur Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik (BFS) war deshalb eine bewusste Entscheidung: weg vom ständigen Druck, hin zu einem Arbeitsplatz, der Beruf und Privatleben wieder sinnvoll zusammenbringt.
Work-Life-Balance bei BFS?
Klare Grenzen: Der Feierabend bleibt Feierabend.
Verlässliche Struktur: Planbarkeit statt Daueranspannung.
Flexibilität, wenn das Leben es braucht: ohne Drama und ohne Druck.
Fachfremd starten und trotzdem nicht allein sein
Man muss nicht sofort alles können. Aber man bekommt die Zeit, es wirklich zu lernen.
Warum die BFS? Weil es im Alltag funktioniert
Der erste Impuls kam über einen persönlichen Kontakt: Eine Kollegin beschrieb das Miteinander als harmonisch. Entscheidend war dann das Probearbeiten: Frau Schömig konnte Abläufe erleben, Menschen kennenlernen und prüfen, ob das gute Gefühl im Alltag trägt. Und es trug: geregelte Arbeitszeiten, ein respektvoller Umgang miteinander und ein Team, das nicht nur freundlich wirkt, sondern im Alltag wirklich zusammenarbeitet.
Kälte- und Klimatechnik war anfangs Neuland für Frau Schömig. In der Verwaltung zu arbeiten, bedeutet an der BFS mehr als „nur Büro“: Seminare organisieren, Teilnehmende betreuen, Inhalte zuordnen, Anfragen einordnen, Ansprechpartnerin sein. Der Einstieg gelang, weil bei der BFS niemand erwartet hat, dass Frau Schömig alles sofort kann . Ihre Einarbeitung wurde realistisch geplant: mit Zeit, Rückhalt und Raum für Fragen. Frau Schömigs Ansatz dabei: Bildungskatalog durcharbeiten, Notizen machen, wiederkehrende Themen sammeln, Rückfragen klären und so Schritt für Schritt Sicherheit aufbauen.
Verwaltung an der BFS: verantwortungsvoll und sehr abwechslungsreich
Der Arbeitsalltag hängt davon ab, welche Seminare gerade anstehen: Unterlagen, Teilnehmerlisten, Namensschilder, Feedbackbögen, Material, Abstimmung mit Dozenten und Werkstatt, Bestellungen und viele kleine Details, die entscheiden, ob ein Seminartag rundläuft.
Wenn keine Seminare stattfinden, geht es stärker um Kommunikation, Angebote, Termin- und Teilnehmerkoordination, Dokumentation, Rechnungen und organisatorische Themen. Frau Schömig schätzt dabei besonders die Mischung: kein stumpfes Abarbeiten, sondern Struktur plus Eigenverantwortung.
Teamgefühl und Führung: direkt, hilfsbereit, ansprechbar
Frau Schömig beschreibt die Zusammenarbeit als respektvoll und unkompliziert: Unklares wird ohne Drama geklärt. Wenn es stressig wird, hilft man sich. Auch Führung wird als nahbar erlebt: keine Distanz um der Distanz willen.
Vereinbarkeit, die wirklich funktioniert
Work-Life-Balance ist oft ein leeres Wort. Entscheidend ist, wie reagiert wird, wenn es im echten Leben schwierig wird. Bei Frau Schömig war das konkret: Wiedereinstieg nach Elternzeit, neue Aufgaben und parallel die Verantwortung zu Hause. Gerade die Eingewöhnungsphase des Nachwuchses ist selten planbar.
Die BFS reagierte pragmatisch: Homeoffice in der Eingewöhnungszeit, damit Familie und Arbeit nicht gegeneinander laufen. Dazu kommt ein klarer Rahmen: Feierabend bleibt Feierabend, es wird nicht stillschweigend erwartet, abends noch „mitzudenken“. Außerdem gibt es viel Flexibilität innerhalb der Struktur: früher anfangen, früher gehen – ohne Rechtfertigungsdruck. Oder auch: erst mit weniger Stunden starten und später schrittweise erhöhen, angepasst an die Lebensphase.
Was Frau Schömig neuen Mitarbeitenden mitgeben würde
Man muss nicht alles sofort wissen. Wichtig sind Offenheit und der Mut, Fragen zu stellen und sich Zeit zu nehmen, die Themen wirklich zu verstehen. Wer strukturiert arbeitet, gern organisiert und den Kontakt mit Menschen mag, findet hier keinen Job „von der Stange“, sondern eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Luft zum Leben lässt.