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Umstellung von bestehenden R404A-Anlagen

Viele Kältemittelhersteller kündigen an, dass im nächsten Jahr kein R404A mehr produziert wird. Damit wir die bestehenden R404A-Anlagen im nächsten Jahr noch zügig reparieren können, müssen wir eigentlich jetzt schon auf Ersatzkältemittel umstellen – oder?


Die Entscheidung ob und wann die Anlagen umgestellt werden, muss natürlich der Betreiber fällen. Aus unserer Sicht ist es aber keinesfalls ratsam, stabil laufende Anlagen auf ein anderes Kältemittel umzustellen.

Natürlich müssen alle Neuanlagen mit einem Kältemittel mit möglichst niedrigem GWP ausgerüstet werden – am besten mit Stoffen, die gar nicht unter die F-Gase-Verordnung fallen. Der Bedarf bestehender Anlagen sollte dagegen im Idealfall mit wiederverwertetem, also wiederaufbereitetem oder recyceltem Kältemittel abgedeckt werden. Daher ist es unverzichtbar, beispielsweise R404A, aber auch alle anderen fluorierten Treibhausgase, sortenrein zurückzugewinnen und zur Wiederaufbereitung abzugeben. Fragen Sie dabei auch gleich nach Ihren Konditionen für den Bezug von wiederaufbereitetem Kältemittel.

Wenn Sie jetzt anfangen, alle bestehenden R404A-Anlagen auf die üblichen Ersatzstoffe (z. B. R448A oder R449A mit einem GWP-Wert von rund 1.400) umzurüsten, wird dadurch der Verbrauch an CO2-Äquivalenten nochmals gesteigert, die Quoten werden noch schneller verbraucht und vermutlich sind dann in Kürze auch die Ersatzstoffe nicht mehr verfügbar.