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09.10.2026

Kälte-Klima-Branche warnt vor Kürzungen bei der Förderung der beruflichen Bildung


Die Bundesfachschule, der Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF), der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA) und der Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV) haben die Mitglieder des Haushaltsausschusses des Bundestages aufgefordert, die geplanten Kürzungen bei der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) und der Förderung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten (ÜBS) im Bundeshaushalt 2027 zurückzunehmen. Dazu haben die Organisationen am 7. Oktober ein Positionspapier an die Ausschussmitglieder übermittelt.

Hintergrund sind die vorgesehenen Kürzungen des Bundeszuschusses zur ÜLU von rund 90,5 Mio. Euro um 12 % auf knapp 80 Mio. Euro sowie die Reduzierung der Investitionsförderung für überbetriebliche Bildungsstätten um 13 % von 55 auf 47,8 Mio. Euro. Die geplanten Kürzungen verschieben die Finanzierungslast auf Bildungsstätten, Länder und Ausbildungsbetriebe – und treffen damit gerade diejenigen, die bereits heute in die Ausbildung von Fachkräften investieren.

Wir warnen, dass die Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche angesichts neuer Kältemittel, der zunehmenden Bedeutung von Wärmepumpen, der Digitalisierung und neuer gesetzlicher Anforderungen auf eine leistungsfähige Aus- und Weiterbildung angewiesen ist. Moderne Bildungsstätten und eine verlässliche Finanzierung seien dafür unverzichtbar.

In unserem Positionspapier fordern wir, den Bundeszuschuss zur ÜLU und die Investitionsförderung der ÜBS mindestens auf dem Niveau von 2026 zu belassen. Zudem brauche es eine verlässliche mittelfristige Finanzierung, damit Bildungsstätten ihre technische Ausstattung an neue Anforderungen anpassen können. 

„Die Bundesregierung fordert zu Recht mehr Fachkräfte für die Transformation von Energieversorgung und Gebäudetechnik. Dann muss sie auch die Lernorte ausreichend finanzieren, an denen diese Fachkräfte ausgebildet werden. Wir appellieren deshalb an den Bundestag, die vorgesehenen Kürzungen im weiteren Haushaltsverfahren zu korrigieren und die berufliche Bildung im Handwerk als das zu behandeln, was sie ist: eine Investition in Fachkräfte, Innovation und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, heißt es in dem gemeinsamen Positionspapier.