Internationale Fachkräfte besichtigen innovative Ammoniak-Anlage
Das „Cool Training“-Programm wird seit 2014 in Zusammenarbeit mit der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik (BFS) durchgeführt. Ziel ist es, Fachkräfte aus Entwicklungs- und Schwellenländern für den sicheren und effizienten Einsatz natürlicher Kältemittel zu qualifizieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen das erworbene Wissen als Multiplikatoren in ihre Heimatländer tragen und dort den Aufbau klimafreundlicher und energieeffizienter Kälte- und Klimatechnik unterstützen.
Im Rahmen des jüngsten „Cool Training“-Programms der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) besuchte eine Gruppe von Fachkräften aus Papua-Neuguinea, Botswana, Südafrika, Thailand, Dominica, Mexiko, Barbados und Uruguay am 24. September die Nordfrost-Niederlassung in Groß-Gerau. Im Mittelpunkt stand die Besichtigung einer außergewöhnlichen Ammoniak-Kälteanlage, die verschiedene nachhaltige Energiekonzepte miteinander verbindet.
Die Anlage nutzt Eigenstromproduktion sowie die Abwärme eines Absorbers und versorgt benachbarte Unternehmen über die Grundstücksgrenze hinweg mit Fernkälte und Fernwärme. So wird unter anderem der Direktverkaufsladen des Backwarenherstellers Erlenbacher teilweise mit Ammoniak gekühlt und zusätzlich von Nordfrost mit Fernkälte versorgt. Auch die großen Schockfroster des Standorts sind in das Energieversorgungskonzept eingebunden. Begleitet wurde die internationale Besuchergruppe von zwei Mitarbeiterinnen der GIZ sowie von Jürgen Gütlich von Nordfrost, der die technischen Besonderheiten der Anlage erläuterte.
Der Besuch bei Nordfrost bot den internationalen Gästen einen praxisnahen Einblick in den industriellen Einsatz des natürlichen Kältemittels Ammoniak und zeigte, wie moderne Kälteversorgung, Energieeffizienz und sektorübergreifende Energienutzung erfolgreich miteinander kombiniert werden können.

